Willkommen bei der Behçet-Selbsthilfe

Was ist Morbus Behçet?

Morbus Behçet ist eine Systemerkrankung mit vielen Facetten, deren Ursache genetisch bedingt ist. Die Erkrankung ist sehr schleichend und heimtückisch. Sie tritt zu Beginn in abgeschwächter Form auf und ist deshalb auch schwer zu diagnostizieren. Es kommt oft zu Fehldiagnosen, so dass für die Betroffenen oft eine Odyssee beginnt. So gestaltet sich das Leben der Erkrankten schwierig, von der Außenwelt wird man oft belächelt und von Ärzt:innen häufig nicht ernst genommen.

Die Selbsthilfegruppe möchte deshalb auf ihrer Homepage aufklären und für Betroffene und Ärzt:innen die häufigsten Symptome vorstellen:

  • Aphtose: Aphten (entzündliche Stellen der Schleimhaut) im Mund- und Genitalbereich
  • Haut: Papulopusteln (akneähnliche Pusteln), Erythema nodosum (akute Entzündung des Unterhautfettgewebes)
  • Augen: Uveitis (Entzündung des Auges)
  • Gelenke: Arthralgie (Gelenkschmerzen), Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung)
  • Venen: Thrombophlebitis (oberflächliche Venenthrombose)
  • weitere Manifestationen: Darmbeteiligung, Beteiligung des zentralen Nervensystems

Die Symptome treten einzeln oder in Schüben auf, häufig von Fieber begleitet. Die Erkrankung beginnt oft schon im frühen Jugendalter und wird selten beachtet. Sollten Sie drei der oben genannten Symptome haben, besteht der Verdacht, diese Erkrankung zu haben. Mit modernen Medikamenten ist die Erkrankung behandelbar und es ist ein normales Leben möglich.